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Fischer Verlage
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Carrer Nou de la Rambla 4, 08001 Barcelona , N 41° 22.758' E 002° 10.465'

Die Avenida del Paralelo (katalanisch: Avinguda del Paral·lel), die das Raval im Südwesten begrenzt, war lange Zeit eine Vergnügungsstraße des Volkes. Die breiten Bürgersteige säumten Cafés und Restaurants, Kinos, Theater und Varietés, darunter das Molino, das Criolla oder das Apolo. Die Witwe Edelmira, eine Nachbarin der Semperes in ›Der Gefangene des Himmels‹, hat lange im Arnau-Theater getanzt und sich dabei die Knie ruiniert (S. 64). In ›Das Spiel des Engels‹ findet David Martín am Paralelo Gesellschaft und Irene Sabino ein Auskommen. »Ich arbeitete jeden Tag außer sonntags. Da schlenderte ich dann durch die Straßen und endete fast immer in einem Weinkeller in der Avenida del Paralelo, wo man leicht in den Armen einer anderen einsamen, erwartungsvollen Seele flüchtige Gesellschaft und Zuneigung fand. Bis zum Morgen danach, wenn ich neben einer von ihnen erwachte und in ihr eine Fremde entdeckte, wollte ich nie wahrhaben, dass sie sich alle glichen, in der Hautfarbe, dem Gang, einer Geste oder einem Blick.« (S. 97) »Mit vierzehn begann sie in den Nachtklubs und Lokalen im Raval und am Paralelo zu tanzen. Tanzen ist ein Euphemismus – vermutlich begann sie mit der Prostitution, bevor sie lesen lernte, falls sie es überhaupt je lernte. Eine Zeitlang war sie der große Star des Varietés La Criolla, so sagte man wenigstens. Dann schaffte sie es in andere, bessere Lokale.« (S.384)

Avenida del Paralelo
Avenida del Paralelo
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