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Fischer Verlage

Café/Milchbar

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Carrer de Petritxol 15, 08002 Barcelona , N 41° 22.963' E 002° 10.367'

In der Calle Petritxol befinden sich mehrere Milchbars. In ›Der Gefangene des Himmels‹ geht Bea Sempere mit der völlig aufgelösten Bernarda in eins der Cafés, wo sie sie »mit Sahnekakao abfüllt« und erfährt, dass Fermín seine Probleme mit der bevorstehenden Hochzeit zu haben scheint (S. 60). In ›Das Spiel des Engels‹ wird David Martín von der von ihm verehrten Cristina in eine Milchbar eingeladen. Wem das Appetit macht auf Kakao und spritzgebackene Churros, kann zum Beispiel bei La Pallaresa (Hausnummer 11) oder in der Granja Dulcinea (Hausnummer 2) kurz vor der Plaza del Pi einkehren. David und Cristina in ›Das Spiel des Engels‹ (S. 99/100): »Am nächsten Tag traf ich sie vor der Kathedrale, und als ich ihr ausweichen wollte, winkte sie mir lächelnd zu. Ich blieb wie angewurzelt stehen und sah sie auf mich zukommen. ›Wollen Sie mich nicht zu einem Nachmittagsimbiss einladen?‹ ›Ich muss anschaffen und habe erst in zwei Stunden Feierabend.‹ ›Dann gestatten Sie, dass ich Sie einlade. Welches ist Ihr Tarif, um einer Dame eine Stunde Gesellschaft zu leisten?‹ Murrend folgte ich ihr in ein Café in der Calle Petritxol. Wir bestellten zwei Tassen heißen Kakao, setzten uns einander gegenüber und warteten ab, wer zuerst schwach werden und den Mund öffnen würde. Ausnahmsweise gewann ich. ›Ich wollte Sie gestern nicht beleidigen, David. Ich weiß nicht, was Ihnen Don Pedro erzählt haben mag, aber das habe ich nie gesagt.‹ ›Vielleicht denken Sie es bloß – deshalb hat es mir Don Pedro wohl gesagt.‹ ›Sie haben keine Ahnung, was ich denke«, antwortete sie hart. ›Und Don Pedro auch nicht.‹ Ich zuckte die Achseln. ›Schon gut.‹ ›Was ich gesagt habe, war etwas ganz anderes. Ich sagte, Sie würden nicht das tun, was Sie empfinden.‹ Ich nickte lächelnd. Das Einzige, was ich in diesem Moment empfand, war das Verlangen, sie zu küssen. Herausfordernd hielt Cristina meinem Blick stand. Sie drehte das Gesicht auch nicht weg, als ich die Hand ausstreckte, ihr die Lippen streichelte und über Kinn und Hals fuhr. ›So nicht‹, sagte sie schließlich. Als der Kellner unsere dampfenden Tassen brachte, war sie bereits weg. Es vergingen Monate, ohne dass ich auch nur ihren Namen hörte.«

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