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Fischer Verlage
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Rambla de Canaletes 129, 08002 Barcelona , N 41° 23.117' E 002° 10.208'

In der Calle Canuda Nummer 6 befindet sich ein neoklassizistischer Palast, in dem seit 1906 das Athenäum oder Ateneo seine Heimat hat – ein Verein, der sich der Auseinandersetzung mit und Förderung der katalanischen Kultur und Gesellschaft widmet. Die Einrichtung existiert noch heute und wird von Carlos Ruiz Zafón selbst sehr geschätzt (vgl. seine Empfehlungen). In ›Das Spiel des Engels‹ findet David Martín in der Bibliothek Zuflucht, nachdem er bei der Zeitung entlassen wurde (S. 71). Daniel Sempere wiederum recherchiert hier in ›Der Gefangene des Himmels‹ über Mauricio Valls, den Mörder seiner Mutter, und erinnert sich zugleich an seine früheren, glücklicheren Besuche in der Bibliothek: »An diesen einsamen Abenden in der alten Athenäumsbibliothek lernte ich zu hassen – an einem Ort, wo vor nicht allzu langer Zeit meine Sehnsüchte reineren Dingen gegolten hatten, der Haut meiner ersten unmöglichen Liebe, der blinden Clara, oder den Mysterien von Julián Carax und seinem Roman ›Der Schatten des Windes‹. Je schwerer Valls’ Spur zu finden war, desto weniger billigte ich ihm das Recht zu verschwinden und seinen Namen aus der Geschichte zu tilgen zu. Aus meiner Geschichte. Ich musste einfach wissen, was aus ihm geworden war. Ich musste ihm in die Augen sehen können, und sei es nur, um ihn daran zu erinnern, dass jemand, eine einzige Person auf der Welt, wusste, wer er wirklich war und was er getan hatte.« (›Der Gefangene des Himmels‹, S. 324)

Bibliothek Athenäum
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